Vortrags-/ Fortbildungsreihe 2018


Die nachfolgenden Fortbildungsmodule können über die genannten AnsprechpartnerInnen der Ökumenischen Fachstelle für Flüchtlinge angefragt und gebucht werden. Jede Veranstaltung umfasst einen Zeitrahmen von circa 30 bis 45 Minuten und kann bei Ihnen vor Ort (zum Beispiel in Ihren Helferkreistreffen) gehalten werden.

 

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Modul 1: Härtefallanträge und Härtefallkommission 


In diesem Modul werden Hintergrundwissen, Anwendungsbereiche und Zeitpunkte von und für Härtefallanträge im Asylverfahren erörtert.

 

Referenten:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Alex Schuck und/ oder Daniel Gehrlein


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Modul 2: Anhörungsvorbereitung & Beistandschaft


Welche Rechte und Rahmenbedingungen habe ich als geflüchteter Mensch im Zuge meines Interviews beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge? Was muss und sollte ich beachten? Was bedeutet Beistandschaft und wer kann diese Funktion ausüben? Diese und weitere Fragen können innerhalb dieses Moduls bearbeitet werden.

 

Referent*in:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Daniel Gehrlein und/ oder Ragna Zehender

 

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Modul 3: Klageerhebung und Rechtsbehelfe


Dieses Modul soll helfen einen ersten Einblick zu erhalten im Dschungel der Rechtsentscheidungen und Klageschriften. Was bedeutet welches Schriftstück, welche Fristen gilt es zu beachten, an wen muss ich mich wenden bzw. welche Möglichkeiten habe ich? Diese Thematik wird mit den Referenten bearbeitet.

 

Referent*in:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Ragna Zehender und/ oder Daniel Gehrlein


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Modul 5: Das Patensystem – Tipps und Tricks zum erfolgreichen Aufbau


Dieses Angebot richtet sich an alle Interessierten, die bereits ein Patensystem haben und zusätzliche Anregungen haben möchten, ein Patensystem selbst in ihren Helferkreisen aufbauen möchten oder einfach Interesse an der Arbeit mit einem Patensystem haben.
• Aufgaben von Patenschaften
• Organisation der Betreuung von PatInnen
• Aufbau von Struktur und Kommunikation innerhalb des Patensystems
• Ideen zur Erstellung eines Leitfadens für AnsprechpartnerInnen

 

Referentin:
Claudia Uihlein, Patenkoordinatorin des Vereins „Willkommen in Wertheim“


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Modul 6: Abschied nehmen – Was tun wen Menschen uns verlassen müssen


Wenn Flüchtlinge Abschied nehmen, weil sie in ihr Heimatland zurückkehren wollen oder müssen, sind ehrenamtliche UnterstützerInnen in besonderer Weise betroffen. Ein Zusammenspiel zwischen Trauer, Wut, Hilflosigkeit und besonders die Sorge um die Zukunft stehen plötzlich im Vordergrund. Jeder Rückkehrfall ist

individuell, daher soll der Workshop die Gelegenheit bieten den persönlichen Umgang mit dieser Situation zu thematisieren. Es soll an dieser Stelle nicht um die rechtliche Begleitung gehen, sondern beim Umgang mit den eigenen Emotionen unterstützt werden.

 

Referent*in:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Alex Schuck  und/oder Ragna Zehender


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Modul 7: Umgang mit Rassismus und Vorurteilen


Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit werden immer wieder mit Rassismus und Vorurteilen konfrontiert und müssen sich für ihre eigene Arbeit rechtfertigen. Dieses Modul soll helfen, Strategien zu entwickeln um Vorurteilen souveräner zu begegnen.


Referent:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Alex Schuck 


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Modul 8: Empowerment – Stärken im Helferkreis gelingend nutzen

 

In diesem Modul wollen wir den Blick auf die Ressourcen der HelferInnen legen. In den Helferkreisen ist ein breiter Fundus an Wissen und Know How in vielen Bereichen vorhanden. Ziel ist es diesen allen HelferInnen zugänglich zu machen. Sie werden erstaunt darüber sein, welche Möglichkeiten Sie haben, ohne das selbst zu wissen.

 

Referenten:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Guido Imhof und/ oder Alex Schuck

 

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Modul 9: Interkulturelle Kommunikation & Konflikte


Viele Probleme in der Praxis basieren auf Missverständnissen. Umso mehr gilt dies in interkulturellen Begegnungen und Beziehungen, weil wir oft - ohne dass es uns auffällt - dazu neigen, eigene Normen zu verallgemeinern und unsere Wahrnehmung als einzige „Wirklichkeit“ anzuerkennen. Die Wahrnehmung wird für die vielschichtigen Ebenen zwischenmenschlicher Kommunikation geöffnet. Die TeilnehmerInnen erleben, wie interkulturelle Kommunikation nach den allgemeinen Regeln einer gelungenen Alltagskommunikation funktioniert, und dass kulturell bedingte Missverständnisse eine besondere Beachtung dieser Regeln notwendig machen. Ein großer Teil der vermeintlichen oder tatsächlich kulturell bedingten Missverständnisse könnten vermieden werden, wenn die allgemeinen Kommunikationsregeln beachtet würden.

 

Referentin:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Meike Kulike


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Modul 10: Der gute Umgang mit Unterschieden/ Interkulturelle Basissensibilisierung


In unserer Einwanderungsgesellschaft mit zunehmender Globalisierung und Internationalisierung stehen wir in immer direkterem Kontakt zu anderen Ländern, Menschen, Kulturen. Wir alle sind verschieden. Das macht unser Zusammenleben einerseits interessant, bringt aber auch manche Schwierigkeiten mit sich. Jeder Mensch hat Vorurteile und Vorbehalte gegenüber anderen, oft auch gegenüber Menschen aus anderen Ländern. Das ist ganz „normal“, kann aber massive Störungen im direkten Kontakt und der Zusammenarbeit mit sich bringen. Dies stellt uns auch vor neue Anforderungen und es gilt, die daraus erwachsenden Chancen zu nutzen. Rezepte zum richtigen Umgang gibt es nicht. Das Gelingen von Kontakten, Verhandlungen, Beziehungen und die Zusammenarbeit mit Menschen anderer Herkunft kommen allen zugute.
Ein guter, produktiver Umgang mit Vielfalt und Unterschieden kann gelernt und die dafür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten können erworben werden.

 

Referentin:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Meike Kulike


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Modul 11: Fluchtursachen


In diesem Modul wird Hintergrundwissen zu Flucht und ihren Ursachen in den Herkunftsländern vermittelt. Die Bedingungen auf der Flucht sollen anschaulich vermitteln werden.

 

Referentin:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Ragna Zehender


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Modul 12: Praxisreflexion

 

Ziel dieses Bausteines ist es, den TeilnehmerInnen zu helfen, ihre ehrenamtliche Praxis künftig bewusster und kompetenter zu gestalten. Es soll ein reflektierter Umgang mit den Aufgaben und der eigenen Position im Ehrenamt geübt werden.
Diese Methoden der Praxisreflexion eröffnen neue Sichtweisen und Ideen. In der Arbeit mit gesamten Teams dienen sie auch der Einübung einer kollegialen Fallbearbeitung.
Wir wollen den Ehrenamtlichen eine Methode an die Hand geben, mit der sie auch ohne Anleitung in Eigenregie schwierige Situationen konstruktiv bearbeiten können.

 

Referentin:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Meike Kulike

 

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Modul 13: Menschenwürde und Scham – ein Thema für alle, die mit Menschen arbeiten


Salman Rushdie vergleicht Scham mit einer Flüssigkeit, die in einen Becher gefüllt wird. Wenn zuviel Scham da ist, fließt der Becher über….
Anknüpfend an dieses Bild, unterscheiden wir zwischen einem gesunden Maß und einem Zuviel an Scham („gesunde“ bzw. „pathologische Scham“).
In der Flüchtlingshilfe begegnen uns oft Menschen, die aufgrund ihrer kulturellen Prägung und Herkunft, diese Begriffe anders deuten und sich im Verhalten auswirken. Warum wir in unserem Handeln oft beschämend auf andere einwirken und was für Folgen sich daraus ergeben, soll ein Gegenstand dieses Moduls sein. Im gegenseitigen Austausch und durch Beispiele im Alltag, möchten wir uns dem Thema nähern und Einsichten daraus gewinnen.

 

Referent:
Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis
Guido Imhof

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